Ein Cookie-Hinweis reicht nicht mehr!

von Isolde Nagel

Cookies oder Stolpersteine?

Die Zeiten des unbeschwerten Surfens im Internet sind vorbei. Auf fast jeder Website taucht ein Cookie-Hinweis auf, der Ihnen als Besucher ein Einverständnis abverlangt.

Haben Sie ein mulmiges Gefühl oder klicken Sie ohne nachzudenken immer auf "OK" weil der Banner die Website verdeckt?

Aus Cookies werden Datensammler

Cookies sind kleine Textdateien, die von Websitebetreibern auf den Rechnern Ihrer Besucher abgelegt werden. Richtig, Fremde speichern Informationen auf Ihrem Rechner - Einfach so!
Mit der wirtschaftlichen Bedeutung des Internets ist das Cookie-Aufkommen stark angewachsen. Cookies haben verschiedene Aufgaben. Manche sind notwendig zur Funktion der Webseite, sie beinhalten bevorzugte Spracheinstellungen oder werden für den Warenkorb bei Online-Shops benötigt. Andere sind für den Nutzer nicht zwingend notwendig, denn sie sammeln Daten zur statistischen Auswertungen ( Analytics, Matomo...) auf der Webseite. Ein dritter Typ, der nicht unbedingt erforderlich ist, sammelt Information für Dritte ( Werbebanner, Advertising ...).

Werden Cookie-Informationen von vielen verschiedenen Quellen gesammelt und zusammengeführt, so können Unternehmen genaue Erkenntnisse über Ihr persönliches Nutzerverhalten erlangen. Wenn Sie dies nicht wollen, dann sollten Sie nur die Funktions-Cookies akzeptieren. Möchten Sie aber von personalisierten Angeboten oder individuellen Werbeeinblendungen profitieren, dann müssen Sie auch der Nutzung der Analyse-Cookies zustimmen.

Der Cookie-Hinweis reicht nicht mehr

Entsprechend der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) müssen sich Websitebetreiber heute mit dem rechtskonformen Einsatz von Cookies befassen, denn nur die Funktions-Cookies dürfen ohne explizites Einverständnis auf dem Rechner des Besuchers abgelegt werden. Für alle anderen Cookies muss ein Einverständnis gegeben werden und der Nutzer kann der Ablage von Cookies widersprechen.

Die Cookie-Hinweise der ersten Stunde reichen nach aktuellem Rechtsverständnis nicht mehr aus. Sie dienen nur der Information aber lassen keine Auswahl zu. Jeder Betreiber einer Website muss heute den Besucher fragen, welche Cookies er ablegen darf.

Setzt meine Webseite Cookies?

Jede Webseite, die mit einem Content-Management-System erstellt wurde, setzt Cookies. Hierbei handelt es sich normalerweise um Funktions-Cookies. Wenn auf Ihrer Webseite nur Funktions-Cookies eingesetzt werden, dann können die einfachen Cookie-Hinweise mit einem aktualisierten Text weiterverwendet werden.

Werden Statistikprogramme wie Google Analytics, Matomo u.a. auf Ihrer Webseite verwendet, so müssen alternative Einverständnistools (ConsentManagementTools) eingesetzt werden, die eine Speicherung dieser Analyse-Cookies regeln. Abhängig von der Funktionalität sind diese ConsentTools kostenpflichtig.

Unser Tipp:

Als Website-Betreiber sollten Sie in jedem Fall aktiv werden. Nutzen Sie unseren jährlichen Wartungs-Service, die Anpassung der Cookie-Hinweise und ein Update Ihres ContentManagementSystems gehört zu unseren Leistungen.

Sollten Sie Google Analytics oder Matomo verwenden wollen, können wir Ihnen einen geeignetes ConsentTool empfehlen. Denken Sie auch daran, die Datenschutzerklärung bei Verwendung von Analyse-Tools entsprechend anpassen zu lassen.

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